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Das Jahr 2020 ist ein sportliches Jahr für Matthias Kniesel: Als das Modehaus Hüttmann Mode.Sport.Lifestyle in Münster-Hiltrup während des Lockdowns im Frühjahr seine Türen schließen musste, entschloss sich der Familienbetrieb, Kleidung per Fahrrad auszuliefern.

“In nur vier Wochen bin ich 600 km gefahren und habe unseren Kunden CO2-frei Kleidung nach Hause gebracht”

Derweil nahmen seine Tochter Anna Lena, Ehefrau Margret und Mutter Anne Kruse im Laden die Bestellungen an, verpackten sie zum Ausliefern und tüftelten die besten Fahrradrouten für ihn aus.Inzwischen hat sich die Zahl der Radtouren verringert, doch Matthias Kniesel und seine Familie halten fest an ihrem Konzept. Bereits vor der Corona-Pandemie bewarben sie ihre Kleidung über soziale Netzwerke und einen WhatsApp-Kanal und intensivierten sie in diesem Jahr: „Mittlerweile posten wir jeden Tag die eintreffenden Neuigkeiten und Trends im WhatsApp-Status. Wenn es einem Kunden gefällt, dann schreibt er oder sie uns und wir reservieren es. Je nach Wunsch liefern wir oder die Person kommt zu uns zum Anprobieren.“ Doch es ist nicht das erste Mal, dass Matthias Kniesel Hausbesuche macht: Mit einem Lächeln erinnert er sich an eine Kundin, die ihn vor Jahren verzweifelt vor einer geplanten Urlaubsreise anrief – sie brauche noch neue Kleidung. „Ich kannte die Kundin und den Inhalt ihres Kleiderschranks und wusste, dass sie alles hatte, was sie an Urlaubsgarderobe für ihre Reise gebrauchte. Deshalb bin ich zu ihr nach Hause gefahren und wir haben zusammen ihren Koffer gepackt. Ihre Outfits habe ich ihr farblich zusammengestellt und so aufeinander abgestimmt, dass sie diese untereinander kombinieren kann. Noch aus dem Urlaub hat sie mich angerufen, wie zufrieden sie sei. Seither schickt mir diese Kundin aus jedem ihrer Urlaube einer Postkarte.“

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Das Modehaus Hüttmann zählt besonders auf seine Stammkunden – 

etwa 80 Prozent der Kunden komme seit Jahren oder sogar Jahrzehnten, schätzt Matthias Kniesel.„Wir sind sehr dankbar für diese feste Bindung zu unseren Kunden. Besonders in diesem Jahr, denn sie haben uns nicht hängen gelassen.“ Er wurde im elterlichen Geschäft groß und freute sich, dass auch Tochter Anna Lena vor einigen Jahren in den Familienbetrieb einstieg: „Unser Modehaus lebt von der Vielfalt der drei Generationen und dem besonderen Blickwinkel, den jeder von uns hat – ob beim Einkauf oder bei der Beratung. Oft kommen ganze Familien zu uns zum Einkaufen: Großeltern mit ihren erwachsenen Kindern und Enkelkindern. Da passt es perfekt, dass auch wir in allen Altersgruppen vertreten sind.“

Einen eigenen Online-Shop betreibt der Familienbetrieb bisher nicht und setzt auf die Kombination aus einigen digitalen Angeboten und persönlichen Begegnungen: „Ich glaube, die Corona-Pandemie hat uns als Gesellschaft deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, soziale Kontakte zu haben. Es tut der Seele gut, rauszukommen und andere Menschen zu treffen. Natürlich geht es uns um die Wirtschaftlichkeit unseres Unternehmens – aber auch mir geben diese persönlichen Beziehungen etwas zurück. Für unsere Familie ist jeder Kunde Besuch und es gibt nichts Schöneres, als mit ihm zusammen zu sein, zuzuhören und zu wissen, dass ein zufriedener Mensch den Laden verlässt.“

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